versione italiano
Andrina Heitmann Ottobrunn

Portoferraio

Ortschaften und Örtlichkeiten


Portoferraio



Die Gemeinde Portoferraio ist mit ihren 12.000 Einwohnern die Hauptstadt der Insel, Hauptanlegestelle und Endstation der Schiffsverbindungen zum italienischen Festland.

Bereits die Griechen nutzten den natürlichen Schutz des Hafens und errichteten ihre erste Siedlung. Zur Zeit der Römer trug der Eisenhafen den Namen "Fabricia", später hieß die Stadt "Feraia". Im 11. und im 15. Jahrhundert wurde sie durch Eroberer zweimal komplett niedergebrannt.

Den Großteil ihres heutigen Aussehens erhielt Portoferraio im 16. Jahrhundert während der Zeit des Cosimo de´ Medici. Er ließ unter anderem die beiden Festungen Forte Falcone und Forte Stella errichten wie auch den Wehrturm Torre della Linguella, den man bei der Einfahrt mit der Fähre in den Hafen passiert.

Napoleon war während seines Exils (1814/15) auf Elba zum einen verantwortlich für den Bau des Pallazzo dei Mulini in unmittelbarer Nähe des Forte Stella, zum anderen veranlasste er die Anlage neuer Straßen und eine Wiederbelebung des Eisenerzabbaus.

Die Produktion der Hochöfen brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung, der erst mit der Bombardierung und Zerstörung im 2. Weltkrieg ein Ende fand und massive Abwanderungen zur Folge hatte. Mit der zunehmenden Entwicklung des Tourismus konnte diese Entwicklung gestoppt werden.

Sehenswürdigkeiten in Portoferraio

Darsena, der alte Hafen Der alte, hufeisenförmige Hafen Darsena mit seiner sehr schönen Promenade, an dessen Ende der Wehrturm Torre della Linguella steht, welcher wegen seiner Form auch der Hammerturm genannt wird.
Direkt nebenan befindet sich im ehemaligen Salzmagazin das Museo Civico Archeologico mit zahlreichen Exponaten aus der Zeit vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 2. Jahrhundert n. Chr.

Durch das Porta del Mare das Stadttor am Scheitel des Hafens betritt man die Altstadt von Portoferraio. Direkt hinter dem Tor des Meeres erstreckt sich die Piazza Cavour mit zahlreichen kleinen Boutiquen und Cafés, die zum Bummeln, Shoppen und Verweilen einladen.

Im Municipio dem Rathaus - kann man die Foresi-Bibliothek mit 27.000 Bänden zur elbanischen Geschichte besichtigen. Im Innenhof sind die Wände mit Marmortafeln übersät, auf denen denkwürdige Ereignisse der Inselgeschichte vermerkt sind.

Die Piazza della Republica diente zur Zeit Napoleons seiner 1000 - Mann starken Privatarmee zum Exerzieren; damals hieß der Platz Piazza d´ Armi (Waffenplatz). Heute befindet sich hier ein ständig überfüllter, bewachter Parkplatz.
In der unmittelbaren Nähe zum Rathaus steht die alte Pfarrkirche Chiesa del SS. Sacramento. Sie diente im 18.Jahrhundert als Kaserne und beherbergt heute das Kongreßzentrum und die einzige Gemäldegalerie Elbas.

Etwas oberhalb findet man die Chiesa della Misercordia, in der jährlich am 5. Mai eine Totenmesse für den Kaiser Napoleon abgehalten wird. Diese ist allerdings heute nicht mehr so gut besucht. In einem Nebenraum kann man jedoch eine Hand- und eine Totenmaske Napoleons sowie die Originalfahne des Kaisers auf Elba besichtigen. Architektonisch ist die Kirche eher unbedeutend.

Forte Stella Am östlichen Ende der Via Stella auf einem Felssporn thront die Festung Forte Stella, mit ihrem sternförmigen Grundriss. In den Jahren 1814/15 war sie das Quartier der napoleonischen Garde.

Villa dei Mulini In westlicher Richtung führt die Via Stella direkt zur Piazzale Napoleone unmittelbar vor der Villa dei Mulini, der Winteresidenz Napoleons. Vom Garten aus hat man einen traumhaften Blick über das Meer. Zahlreiche Einrichtungsgegenstände sowie eine Bibliothek erinnern an die Zeit Napoleons.

Über die Via Falcone, die eine schöne Sicht auf Portoferraio bietet, gelangt man zu der noch etwas höher gelegenen zweiten Festungsanlage Forte Falcone. Sie ist heute Sitz der Militärmarine; die Wehranlagen können jedoch besichtigt werden.

Das mitgebrachte Auto sollte man außerhalb der Altstadt parken (Parkplatzmangel!!!) und die Stadt zu Fuß besichtigen.




Andrina Heitmann - Tel.: 0049/ 89/ 48004783 (Montag bis Samstag ab 10.30 Uhr) -- Fax: 0049/ 89/ 48004785 -- E-Mail: info@elba-app.de -- ©elba-app.de 2018, letzte Aktualisierung: 22.09.2018
Andrina Heitmann Ottobrunn
Datenschutzerklärung